Gesucht: IT-Tipps für Fileserver/Backup unter Mac

Ich hab da mal eine Frage an die Netzwerk/IT-Spezis unter euch.

Für meine Agentur bin ich auf der Suche nach einer sinnvollen und bezahlbaren Fileserver & Backup-Lösung. Vielleicht habt ihr ja nen Vorschlag für Hardware/Software-Kombinationen, wäre super.

Die Rahmenbedingungen:

1. Alle Mitarbeiter haben Macs unter derzeit MacOS 10.6 (Snow Leopard) oder (bald) 10.7 (Tiger).
2. Alle Daten für Kunden und internes sollen im lokalen Netz (Gigabit Ethernet) geshared werden können (mit Nutzerrechten/Rollen).
3. Die im Netz liegenden Daten sollen regelmäßig (mind. täglich) und automatisch gesichert werden
4. Die Daten auf den Macs sollen im Netz gesichert werden (mit Time Machine)

Für den Spaß (Pflicht eher) will ich nicht 5000 Euro ausgeben müssen, aber es soll auch keine Consumer-Lösung sein, die bei wachsender Nutzerzahl an ihre Grenzen stößt.

Meine Idee im Moment:

I) Mac Mini Server als Fileserver ins lokale Netz –> gesichert auf NAS (kein LaCie!)
II) Desktops –> Timemachine-Gesichert auf das gleiche NAS
III) NAS (nur kritische Daten) ggf. remote gesichert (mit Scheduling auf nachts) zu Webhoster/Amazon S3, o.ä. (optional)

Was haltet ihr davon? Andere Ideen, Vorschläge, Erfahrungen mit konkreten Geräten?
Bin für jeden Tipp dankbar.
Merci!
Tapio

PS. Habe mir bislang Synology Rackstation, Drobo, u.ä. online angeschaut, bin aber nicht schlüssig, was besser/das Geld wert ist.

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hi Tapio, also ich hab folgende Kombi, die ich ganz geschickt finde. Wir setzen nen alten Mac Pro als Server ein (mit OS X Server 10.6) und dazu hab ich ne Synology +1511 DiskStation.Auf der DiskStation habe ich iSCSI-Target (virtuelle Festplatten) angelegt und diese werden auf dem OS X Server gemountet und dort freigegeben und können entsprechend von den Usern als Arbeitsvolumes gemountet werden. Der Vorteil das über den Mac zu sharen ist ein optimierteres Rechtemanagement und die bessere Spotlight-Indizierung -> das hab bei mir über die normale Netzwerkfreigabe bei den Diskstations nicht geklappt.Die Verbindung erfolgt ganz normal über Ethernet über einen HUB. Auf der Diskstation hab ich darüber hinaus noch Ordern für Medien, Musik, Filme etc abgelegt, auf die direkt zugegriffen werden kann.Der Mac, der ja auch ein macmini server sein kann, kostet dich dann rund 1.000 Euro, in die DiskStation +1511 passen 5x 2TB (oder 3 TB) und das läuft dann mit Raid 5 oder 6. Zudem kann sie noch um zwei Gehäuse mit nochmals je 5x 2/3TB erweitert werden.Übrigens stellt der Mac dann auch gleich einen Timemachine-Server bereit – einfach die sicherere Variante. Zudem kannst du dann an den Mac noch eine USB-Platte anschließen, die wiederum von der DiskStation ein TimeMachine Backup macht (ggf. die Mitarbeiter-Backups ausschließen – Backup vom Backup muss nur bedingt sein).Also im Prinzip schon wie du sagst, nur würde ich iSCSI zur Verbindung mit dem NAS verwenden. Synology kann ich empfehlen. Für OS X Lion ist nur die iSCSI-Treiber-Frage etwas aufregend.. aber die braucht ja dann nur der mac miniKosten: 1.000 Euro für macmini Server inkl. OS X Server1.800 Euro für Synology mit 5x 2 TB (bei den hohen Festplatten-Preisen aktuell)zur Not kaufst du noch eine Synology und stellst sie an nem anderen Ort auf und spiegelst – bleibst du immer noch unter 5.000 EuroGruß Christian Cub „cubnet“

  2. Hi Christian,klasse, vielen Dank für’s Feedback! Das hilft schonmal sehr weiter und ist nah an dem, was ich mir mal so aufgemalt hatte.Nur die Bedeutung von iSCSI ist mir noch nicht so ganz klar. Das ist ein reines Netzwerkprotokoll oder? Im Mac Server entsprechend eingestellt und fertig oder wie läuft das beim Einrichten?Vom Formfaktor her würde mir die hier mehr zusagen, da Rack-mounted: http://www.synology.com/products/product.php?product_name=RS810%2B&lang=deu#p…Sollte passen, oder?

  3. Damit hatte ich auch geliebäugelt, aber die hat nur 4 Einschübe, die DS 1511 hat 5 und einen wenn auch nur wenig besseren Prozessor. Soweit ich weiß ist sie dazu noch günstiger… Leider wie immer die Geldschneiderei für dein 19″ Formfaktor?! Ich fand dann 5 Platten für nen RAID 6 Betrieb doch sinnvoller. Übrigens haben die Synology mehrere USB-Anschlüsse, die auch automatisch auf angeschlossene Platten backuppen – nur leider nicht die iSCSI-Partitionen…iSCSI ist ein Protokoll und ermöglicht eine Anbindung ähnlich wie mit FibreChannel – wird nur leider von Apple Seite nicht von Haus aus unterstützt (echt eine Schande!) und daher muss man sich mit Fremdtreibern herumschlagen. Hab noch die kostenlose Vorversion von globalSAN laufen, die neue für Lion kostet allerdings $89, wenn läuft aber gut investiert… trial gibts für lau!http://www.studionetworksolutions.com/support/faq.php?pi=11&fi=51Im Synology-Forum kriegt man übrigens wirklich gute Hilfe, allein wegen der Community ist der Hersteller schon eine gute Entscheidung!

  4. Ich bin beruhigt, daß ungefragt auch noch jemand anders die exakt selbe iSCSI-Variante vorgeschlagen hat, wie ich heute mittag auf Twitter. :-DDas Problem mit Timemachine-Unterstützung in NAS-Boxen ist, daß der Entwickler von Netatalk, der zugrunde liegenden Open-Source-Implementierung von AppleTalk, mit den NAS-Herstellern im Clinch liegt, weil diese groß „Apple und Timemachine“ draufschreiben und ihm keinen Cent spenden. Das finde ich in der Sache etwas albern und unangemessen, weil er nunmal Open-Source-Entwickler ist, aber das ändert nichts daran, daß dieser Konflikt nunmal existiert.Selbst wenn man den Konflikt außer acht läßt, bleibt es aber so, daß Netatalk kein Apple-Produkt ist. Die Protokolldetails haben sich in der Vergangenheit bei Apple schon oft geändert, so daß die Nutzbarkeit von Netatalk als Timemachine-Server nach MacOS-Updates verloren ging. Das heißt dann zum Beispiel, daß Dir in einem halben Jahr ein mit Timemachine gesichertes Macbook geklaut wird, Du kaufst ein neues mit dem am Tag vorher vorgestellten MacOS 10.8, und das kann nicht mit der unter Netatalk nachgebauten Timemachine reden. Der NAS-Hersteller wartet dann auf einen Patch vom Netatalk-Entwickler, der hat wiederum einen schlechten Tag, und so weiter. Wenn jemand gut genug mit Netatalk umgehen kann, um es in einem solchen Fall z.B. auf einem Linuxserver neu zu übersetzen, ist es vielleicht eine Alternative, aber ich würde solche Basteleien am Backup selbst als Linuxspezialist nicht ohne Not in den Bereich meiner Kernkompetenz schieben wollen.Was wir hier machen (3 Macbooks) ist ein primäres Timemachine-Backup auf eine lokale USB-Platte. Nachgeordnet hängt im Netz ein Server mit BackupPC, der die Rechner übers Netzwerk sichert. Das ist sekundäre Backup, fernab jeder Apple-treuen Linie. Falls die USB-Platte stirbt, ist dort nochmal ein Backup verfügbar, von dem aber kein Restore direkt bei der Neuinstallation möglich ist. Noch dazu steht der Backupserver in einem anderen Gebäudeteil, so daß die Auswirkungen z.B. eines Zimmerbrands im Büro etwas eingegrenzt werden. Echten Backupspezialisten rollen sich bei diesen Lösungen wahrscheinlich so oder so die Fußnägel hoch. 😉

  5. hallo martin,das problem mit netatalk (wusste nicht das es so heißt) umgeht man ja durch den mac os x server – der stellt nen timemachine-server zur verfügung und somit biste raus aus der nummer, weil original apple software!wichtig ist nur, dass man ne gesonderte partition bzw. beschränkte contingente dafür bereitstellt, sonst ballert timemachine bei 3 usern schnell die platte zu… es gibt auch ne lösung, die timemachine nur zu bestimmten zeiten laufen lässt, der name ist mir aber gerade entfallen…