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Im Leben

Kindergartennormalität – #bloggerfuerfluechtlinge

Posted by Tapio on

Wanderungsbewegungen, Migration, verändern ein Land. Wir wohnen im Frankfurter Norden. Die Nordweststadt ist nur einen Steinwurf entfernt, Bonames mit dem stadtweit berüchtigten Ben-Gurion-Ring nur eine U-Bahn-Station. Von den Stadtteilen heißt es, sie seien „soziale Brennpunkte“. Was die Leute damit meinen ist: Mietskasernen, Leute mit geringem Einkommen und eher unterprächtiger Bildung, hoher Anteil an Ausländern. An Ausländern, die schon immer hier sind. Aber irgendwie immer noch nicht dazu gehören, obwohl sie längst Teil Deutschlands sind. Schon in dritter, vierter Generation oft. Die Politik spricht dann gern von Durchlässigkeit des Bildungssystems, von sozialem Aufstieg, davon, dass auch seitens der Ausländer der Wille zur Integration da sein muss, damit sich keine Gettos bilden. Kennt man ja.

Großstadtnormalität

Im Leben

Eiskalte Eier für die Karriere? Ein fatales Signal.

Posted by Tapio on

Apple und Facebook bieten Mitarbeiterinnen an, ihre Eizellen einzufrieren, damit sie das Kinderkriegen, so sie es denn planen, auf später verschieben können. In einem Land, dessen Krankenhäuser schon bei Betreten der Notaufnahme eine Kreditkarte sehen wollen, wird das als „Benefit“ für die Mitarbeiterinnen verkauft. Schließlich will man die besten und talentiertesten Leute für das Unternehmen gewinnen. Das kann man, wie Elisabeth Oberndorfer in ihrem Blog, gut finden.

Oder ein fatales Signal an Frauen und Männer, die beides wollen, eine berufliche Karriere machen und eine Familie gründen.

Im Leben

75% Müller

Posted by Tapio on

In mir stecken 75% des Durchschnittsdeutschen. Wie langweilig! Ich bin Kaffeetrinker, Couchpotatoe, größer als der Schnitt und Smartphone-User. Nur heute habe ich mehr Bargeld in der Tasche als der Normalo-Müller und bin doch deutlich früher von zu Hause ausgezogen.

Wer sich selbst mal Müllern will: Hier beim ZDF gibt’s das Müllermeter zur TerraX Reihe.

Im Leben

Die Jugend von heute.

Posted by Tapio on

„Solange Kinder und Jugendliche als Opfer neuer Medien dargestellt werden,
können wir sie nicht zu Helden der neuen Technologien machen.
Die sie sind.
Und die sie sein müssen.“

Tanja und Johnny Haeusler haben mit Netzgemüse
einen ganz und gar untypischen Ratgeber, ja mehr einen Erfahrungsbericht aus Elternsicht, über das furchtbar oft angstbesetzte Thema „Die Jugend und die neuen Medien“ geschrieben. Wann immer ich – zum Beispiel bei Seminaren zum Thema Social Web – Menschen begegne, die mit Argwohn auf dieses Internet schauen und sich besonders um ihre Kinder sorgen, empfehle ich das Buch. So auch hier. Weil es so wunderbar entspannt und mit Lust an der Kommunikation mit den eigenen Kindern geschrieben ist.

Den Gegenpart dazu, quasi den emotional aufstachelnden Einstieg ins Thema, liefert der Rant von Tanja und Johnny auf der re:publica.

Guckst du:

Im Leben

Champion’s League 2013: Der Pott gehört in den Pott

Posted by Tapio on

Fußballfans sind schon kurios. Vielleicht liegt es an meiner vergleichsweise sehr späten Fanwerdung (erst so Mitte/Ende zwanzig, nach 7 Jahren Leben im Ruhrgebiet), dass ich die absolute Verehrung des eigenen Vereins und die absolute Ablehnung, ja die Feindschaft zu anderen Vereinen, nicht so richtig nachvollziehen kann.

Klar, als Schalker bin ich leidenschaftlicher BVB-Gegner, das gehört dazu und mein erstes Derby in der Nordkurve in der diesjährigen Rückrunde war sensationell. Nicht nur wegen des 2:1 Heimsieges, sondern weil ich inmitten der absoluten Verehrer das sprichwörtliche Derbyfieber spüren konnte. Die ganze Kurve, das ganze Stadion schwitzten förmlich die Rivalität zum BVB aus. Man konnte diese Spannung riechen, fühlen und hören sowieso. Das war im Vergleich zu anderen Stadionbesuchen in der gleichen Kurve beeindruckend anders.

Nordkurve auf SchalkeNun wird die Zugehörigkeit zum eigenen Club für viele Menschen von einem quasireligiösen Gefühl begleitet. Und der Teufel existiert für einen Schalker nunmal gleich in zweifacher Form. Einmal in rot, beim FC Bayern München und einmal in bienemajaschwarzgelb bei Borussia Dortmund. „Nie im Leben würde ich zu Bayern gehn“, den Song der Toten Hosen (Fortuna-Fans wie man weiß) haben aber Schalker wie Dortmunder gleichermaßen (und überhaupt fast alle Fans anderer Clubs als des FCB) verinnerlicht. Entsprechen brutal sind die Reaktionen, wenn ein Spieler dann doch des Geldes, der sportlichen Karriere oder weil’s der Berater empfohlen hat, zu den Bayern wechselt. Manuel Neuer vor zwei Jahren, jetzt Mario Götze.

Und das ist die Stelle, wo es bei mir ausklinkt. Ich bin eben kein pseudoreligiös motivierter Fußballfan sondern einer, der das Spiel lieben gelernt hat und dem der sportliche Kampf samt Supportergetöse einfach tierisch Spaß macht. Wer von einem Spielertransfer – egal wie er zustande kommt und kommuniziert wird – persönlich beleidigt ist, hat mein Verständnis, weil ich nachvollziehen kann, dass für viele Menschen der Verein und die Mannschaft das Ein und Alles sind. Aber ich mache mir diese Haltung nicht zu eigen. Das ist nicht meins.

Die Champion’s League ist eine Liga für sich

Wenn es um den sportlichen Wettstreit geht, haben wir in Europa das Glück, dass mit Champion’s League der anspruchsvollste Mannschaftswettbewerb im Fußball weltweit vor unserer eigenen Haustür ausgetragen wird und mindestens 3 deutsche Mannschaften mit von der Partie sind. Schalke ist diese Saison trotz verkorkster Mittelstrecke in der Bundesliga in der CL ganz respektabel ins Achtelfinale gekommen und hat dort – wie so oft – durch eigene Nachlässigkeit und Dusseligkeit gegen Galatasaray Istanbul verloren. Das kommt vor, als Schalker ist man Kummer gewohnt.

Aber soll ich deshalb jetzt die CL ignorieren? Ich wäre ein schlunziger Fußballfan, wenn ich das täte. Jetzt könnte ich zum orthodoxen Reflex greifen und sagen, bevor die Zecken (der BVB) oder die Bauern (der FCB) den Pott gewinnen, sollen sie lieber von Real Madrid und Barcelona bis zur Besinnungslosigkeit tikitakatiert werden. Hauptsache die „Erzfeinde“ gewinnen nicht. Das ist natürlich Quatsch, denn schließlich kann ich mit auch als Schalker darüber freuen, dass die besten Mannschaften der Bundesliga zu den besten Mannschaften Europas und damit der Welt gehören.

Wer dem BVB den CL-Sieg nicht gönnt, ist entweder Bayer oder hat ein Herz aus Stein

Heute abend nun haben die Borussen den Einzug ins CL-Finale in Wembley geschafft, indem sie das Rückspiel gegen Real Madrid tapfer verloren haben. Das Hinspiel hat das wahre Potenzial dieser Mannschaft gezeigt und jeder, der Jürgen Klopp und seinen Jungs diesen (Zwischen-?)Triumph nicht von Herzen gönnt, hat selbst ein Herz aus kaltem Stein.

Und fast genauso ist es mit den Bayern. Sie haben die abgeklärteren Typen als Spieler und die seit Jahrzehnten kultivierte Attitüde des „mia san mia“, die man als Nicht-Bayer gern als Arroganz deutet, die aber nicht anderes heißt als: Wer wenn nicht wir kann und soll den deutschen Fußball über Jahre hinweg auf höchstem Niveau repräsentieren? Das dürfen die Bayern, sollen sie auch. Das macht sie für mich nicht unbedingt von Herzen sympathisch, auch wenn ich zugeben muss, dass im Laufe dieser Saison gerade die kurzen Einlassungen von Jupp Heynckes im TV doch so etwas wie Wärme vermitteln konnten. Dennoch, die Bayern haben die beste Liga-Saison aller Zeiten gespielt. Dafür gebührt ihnen jeder Respekt auch eines Schalke-Fans und der Platz in den ewigen Fußballstatistiken und Geschichtsbüchern ist ihnen eh sicher.

Wenn jetzt morgen Abend die Bayern auch noch gegen Barcelona die CL-Finalteilnahme klarmachen, kommt es zum wohl spannendsten Fußballduell seit achwasweißichwann. Nun habe ich als Schalker – ganz fan-orthodox gesprochen – die Wahl zwischen Pest und Cholera, welcher Mannschaft ich die Daumen drücken soll.

In diesem Fall folge ich meinem persönlichen emotionalen Bezug zum Ruhrgebiet. Ich habe da acht Jahre während des Studiums gelebt und dort nahm wie eingangs erwähnt meine späte Fanwerdung ihren Anfang. Für mich liegt es also – aller Liga-Erzrivalität zum BVB zum trotz – viel näher, den Borussen den Sieg in der Champion’s League zu gönnen als den Bayern. Verdient haben ihn, Stand heute, beide Vereine und die Fans beider Clubs. Die Dreimal-Vize-Saison der Münchner darf gern von einer wohl nicht zu toppenden Triple-Sieger-Saision vergessen gemacht werden. Das wäre sogar so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit – oder ein Zeichen der Güte des „Fußballgotts“ (noch so ein Götze! (pun intended)).

Doch wenn der Pott in den Pott käme, dann wäre das die hochverdiente Belohnung für den unwahrscheinlicheren Sieger. Den Club der (ehemaligen) Stahlstadt Dortmund, deren Menschen sich meiner Erfahrung nach in Lebenseinstellung, Herzlichkeit und zupackend handfester Art im Umgang miteinander kein Stück von Gelsenkirchenern, Bochumern, Essenern, Recklinghausenern oder Duisburgern unterscheiden.

Der Ruhrpott ist das Herz des deutschen Arbeiterfußballs. Und ohne seine Fußballvereine und deren über inzwischen mehr als 100 Jahre gewachsene Identität, die aufs Engste mit den Fans verwoben ist, würde dem deutschen Fußball, der jetzt im Rampenlicht Europas steht, eben das fehlen: Das Herz. Deshalb gehört der Pott am 25. Mai in den Pott.
PS: Und wenn beim nächsten Derby die Nordkurve wieder so jubelt, wäre mir das auch mehr als recht.

Im Leben

Unser blitzender Planet (Zeitraffer-Video)

Posted by admin on

All Time-lapse sequences were taken by the astronaunts onboard the International Space Station (ISS) (Thanks guys for making this available to the public for use!) All footage has been color graded, denoised, deflickered, slowed down and stabilized by myself. Clips were then complied and converted to 1080 HD at 24 frames/sec.

Some interesting tidbits about the ISS. It orbits the planet about once every 90 mins and is about 350 Km/217 miles. The yellow/greenish line that you see over the earth is Airgolw.

Hope you all enjoy it and thanks for watching!

P.S. It would be a dream to actually be up there in the ISS. Btw NASA, if you need a Biochemistry Ph.D to do some work for you up there, I’m your man, LOL!

Music: "Manhatta" composed & performed by “The Cinematic Orchestra”
https://itunes.apple.com/us/album/cinematic-orchestra-presents/id527221766
All rights reserved to their respective owners.

Edited by: Bruce W. Berry @ Website: http://www.bruce-wayne-photography.com/

Image Courtesy of the Image Science & Analysis Laboratory,
NASA Johnson Space Center, The Gateway to Astronaut Photography of Earth
eol.jsc.nasa.gov
http://eol.jsc.nasa.gov/Videos/CrewEarthObservationsVideos/
nasa.gov/multimedia/hd/
http://earthobservatory.nasa.gov/

Footage Note: The slower video represents a closer resemblance to the true speed of the International Space Station; this footage was shot at one frame per second. Clips are all marked with an *.

Locations of Footage in the order they appear:

1. A Jump over the Terminator
2. Sarychev Volcano
3. From Turkey to Iran*
4. Hurricane Irene Hits the US
5. Indian Ocean to Pacific Ocean Through the Cupola*
6. Central Great Plains at Night*
7. Aurora Borealis over the North Atlantic Ocean*
8. Aurora Borealis from Central U.S.*
9. Up the East Coast of North America*
10. Myanmar to Malaysia*
11. Western Europe to Central India
12. Middle East to the South Pacific Ocean
13. Aurora Borealis over Europe*
14. City Lights over Middle East*
15. European City Lights*
16. Northwest coast of United States to Central South America at Night
17. Moonglow over Canada and Northern U.S.*
18. Stars from the Pacific Ocean (1)
19. Stars from the Pacific Ocean (2)
20. Stars from the Pacific Ocean (3)
21. Stars and the Milky Way over the Atlantic*
22. The Milky Way and Storms over Africa (1)
23. The Milky Way and Storms over Africa (2)

Im Leben

Vernachlässigte Tugenden

Posted by Tapio on

Tugend, das klingt so staubig, so konservativ. Ich ertappe mich dabei, dass mir das Wort unwillkürlich ein paar Nackenhaare hochstellt. Das muss der ewige Teenager in mir sein. Und doch hat mich das Leben in letzter Zeit gleich mehrfach mit Tugenden, bzw. ihrem Fehlen konfrontiert. Im beruflichen Kontext, da wo Tugenden meines Erachtens besonders zählen, weil sie etwas über die Menschen aussagen, die sie beherzigen – oder eben nicht.

Im Leben

Der wohl wichtigste Begriff zu #TwitterCensored im Twitter-Blog: „reactively“

Posted by Tapio on

Starting today,

we give ourselves the ability to reactively withhold content from users in a specific country

— while keeping it available in the rest of the world.

We have also built in a way to communicate transparently to users when content is withheld, and why.

Wenn man das wörtlich liest und versteht, bedeutet es, dass Twitter sich technisch in die Lage versetzt, REAKTIV, also auf Meldung einer Behörde oder anderer autorisierter Stellen bestimmte Tweets oder Accounts in dem jeweiligen Land zurückzuhalten.

Geschieht das, wird das für den Nutzer und alle anderen, die seine Tweets sehen, kenntlich gemacht.

Meines Erachtens ist das keine Zensur im eigentlichen Sinne (das würde einer aktive Inhaltskontrolle VOR der Veröffentlichung von Inhalten bedürfen), sondern ein Mittel für Twitter, Anordnungen lokaler Stellen technisch Folge zu leisten.

Das ist aus Twitters Sicht nachvollziehbar, um sich nicht komplett der Geschäftsgrundlage in bestimmten Ländern zu berauben. Es bleibt aber natürlich das Geschmäckle, dass hier den jeweiligen Behörden, die es auf Zensur oder zumindest „Bereinigung“ des Twitterstreams von bestimmten Inhalten abgesehen haben, ein Einfallstor geboten wird.

(my 2 Cents)

Im Leben

Gesucht: IT-Tipps für Fileserver/Backup unter Mac

Posted by Tapio on

Ich hab da mal eine Frage an die Netzwerk/IT-Spezis unter euch.

Für meine Agentur bin ich auf der Suche nach einer sinnvollen und bezahlbaren Fileserver & Backup-Lösung. Vielleicht habt ihr ja nen Vorschlag für Hardware/Software-Kombinationen, wäre super.

Die Rahmenbedingungen:

1. Alle Mitarbeiter haben Macs unter derzeit MacOS 10.6 (Snow Leopard) oder (bald) 10.7 (Tiger).
2. Alle Daten für Kunden und internes sollen im lokalen Netz (Gigabit Ethernet) geshared werden können (mit Nutzerrechten/Rollen).
3. Die im Netz liegenden Daten sollen regelmäßig (mind. täglich) und automatisch gesichert werden
4. Die Daten auf den Macs sollen im Netz gesichert werden (mit Time Machine)

Für den Spaß (Pflicht eher) will ich nicht 5000 Euro ausgeben müssen, aber es soll auch keine Consumer-Lösung sein, die bei wachsender Nutzerzahl an ihre Grenzen stößt.

Meine Idee im Moment:

I) Mac Mini Server als Fileserver ins lokale Netz –> gesichert auf NAS (kein LaCie!)
II) Desktops –> Timemachine-Gesichert auf das gleiche NAS
III) NAS (nur kritische Daten) ggf. remote gesichert (mit Scheduling auf nachts) zu Webhoster/Amazon S3, o.ä. (optional)

Was haltet ihr davon? Andere Ideen, Vorschläge, Erfahrungen mit konkreten Geräten?
Bin für jeden Tipp dankbar.
Merci!
Tapio

PS. Habe mir bislang Synology Rackstation, Drobo, u.ä. online angeschaut, bin aber nicht schlüssig, was besser/das Geld wert ist.