Im Leben

Hessische Ergebnisse

Posted by Tapio on

Nach diesem unsäglichen Jahr in Hessen aus politischer Sicht, in dem es die SPD geschafft hat, sich sogar auf Bundesebene lächerlich zu machen und nahezu vollständig selbst zu zerlegen, nach diesem Jahr lassen heute die Hessen wieder die Kreuzchen auf dem Wahlzettel sprechen.

 Nach Yps mit Gimmick wird es diesmal wohl auf „wirklich wieder Koch“ (SPD-Wahlplakatspruch) hinauslaufen. Angesichts des bescheidenen Wetters und der allgemeinwird die Wahlbeteiligung grottig sein. Meine Prognose: 62% und das wäre schon gut. Viele SPD-Wähler werden zu Hause geblieben sein, weil sie ohnehin nicht mehr an einen Achtungserfolg ihres Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel glauben, obwohl der sich als Internet-Persona „TSG“ ja redlich Mühe gegeben hat, wenigstens ein bisschen Rummel zu machen. Inhaltlich hat er dabei für meinen Geschmack nichts aber auch garnichts substanzielles transportiert. Aber vielleicht was das für einen Nobody auch zuviel verlangt.

 Uns stehen also voraussichtlich 4 Koch-geführte schwarz-gelbe Jahre bevor. Von Koch mag man als Person und zu polemischen Mitteln neigenden Wahlkämpfer halten was man will, die CDU-Regierung der vergangenen, jetzt 5 Jahre, hat Hessen meines Erachtens nicht geschadet. Wenn jetzt die FDP als demokratisches Regulativ hinzukommt und im Bund noch an Gewicht gewinnt, wird das unserem Land, das seit Ausbruch der Finanzkrise in einer neuen Welle des Regulationswahns umherdriftet, nur gut tun.

 Schröder’s SPD der „neuen Mitte“ ist seit Lafontaine und Gysi leider Geschichte und sie wird für die nächsten 4-5 Jahre erstmal mit sich selbst zu tun haben, um wieder ernstgenommen werden zu können. Die Grünen haben einstweilen die Chance, ihre Ideen besonders in der Energiepolitik auf Realitätstauglichkeit zu testen. Vielleicht ist danach die CDU auch soweit, sich mit den Grünen an einen Tisch zu setzen. Das wär doch was, oder?

 Für Hessen bleibt erstmal der Klassiker. Meine persönliche Prognose für den Wahlausgang:

 CDU 45%
SPD 19%
FDP 14%
Grüne 13,5%
Linke 5,5%
Sonstige 3%

Im Leben

Twittern für sauberes Wasser: Twestival

Posted by Tapio on

Bei Open Source PR hab ich’s schon angekündigt, also jetzt auch hier:

Am 12. Februar 2009 steigen in vielen Städten weltweit „Twestivals„, Twitter-Party-Treffen zu Gunsten einer guten Sache. Die Organisation Charity:Water baut Brunnen in Afrika und die Erlöse der Twestivals kommen ihnen zu Gute.

Was du tun kannst, um auch in Deutschland das Twestival-Projekt zum Erfolg zu führen, erfährst du ausführlicher hier.

Wasser Marsch!
Twestival-logo1
Im Leben

@TSGhessen vs. @robgreen – Das war kein Interview, das war Linkbaiting

Posted by Tapio on

Nicht nur dass Robert Basic mit dem eingestielten Blogverkauf der größte Publicity-Coup der bisherigen deutschen Bloggeschichte gelungen ist (das verlangt auch mir einen gewissen Respekt ab), nein, er treibt es noch weiter und „interviewt“ den hessischen SPD-Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel per Twitter. Zusätzliche Aufmerksamkeit garantiert.

Wie so ein Interview in 15 Minuten aussieht, sieht man auf Roberts Blog. www.basicthinking.de/blog

Ich verlinke das hier bewusst nicht, weil ich das für einen wirklich plumpen Linkbaiting-Stunt von Robert halte, der gerade den Hals nicht voll genug kriegen kann. Der Twitterdialog war wie hier ganz richtig festgestellt wird: „inhaltsleeres Geschwätz“ und insofern kein Stück besser als das, was die SPD in Hessen derzeit plakatiert. „Koch muss weg“, von Begründung keine Spur.

Wenn andere hier „Volksnähe“ wittern, oder meinen TSG hätte „das Internet begriffen„, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Ein Politiker, der in 8 Tagen seinen Kopf für die bitterste Wahlniederlage seiner Partei seit Jahrzehnten wird hinhalten müssen, macht alles um hinterher sagen zu können, „wenigstens haben wir’s versucht und sogar die neuesten Mittel der Publicity genutzt“. Das ist m.E. die einzige Motivation hinter diesem Auftritt.

Ansonsten halte ich es mit Johannes, der das ganze Polit-Tweet-Getue aus der Strategieperspektive betrachtet.
Im Leben

Von Kaffeehäusern und Kaffeeketten

Posted by Tapio on

Johannes schrieb neulich ein flammendes Pladoyer für mehr Kaffeehauskultur in Deutschland. Und ich habe ihm beigepflichtet. In Frankfurt ist die Lage ähnlich desolat wie im Rest der Republik, aber auf dem Weg zum Ideal ist ausgerechnet eine Kaffeekette: Coffee Fellows, sonst wohl eher im Süden des Landes vertreten, hat am Kaiserplatz die Lokalität eines früheren Reisebüros umgebaut und ein für Franchise-Verhältnisse angenehmes Umfeld geschaffen. 

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„Feel at Home“ heißt es hier an der Wand und das ist sicher etwas ambitioniert. Aber es gibt sehr schnell leckeren Kaffee, Ledersessel und kostenloses WLAN. Die frischbelegten Bagels sind sehr lecker, gleiches gilt für die Muffins. Leider ist Coffee Fellows gerade an Samstagnachmittagen ziemlich überfüllt und das Team kommt mit dem Abräumen leerer Tabletts nicht mehr hinterher.
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Die Kaffeekette teilt sich den Raum mit Dulce, einem Frankfurter Confisier, der Pralinen selbst macht, im Sommer cremiges Eis bietet und im Winter frische Waffeln.

Kurzum, hier kann man’s aushalten und die Zeit überbrücken, bis es ein „richtiges“ Kaffeehaus in Frankfurt gibt.

Im Leben

Mach den Sick!

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Bastian Sick mag man als Obergrammatikguru nervig finden, aber wer hat noch keine Schilder, Reklamen, Aushänge undsoweiter gesehen, die einfach nur zum Schießen waren? Eben. Und da ich dergleichen schon ne Weile per Handykamera vor mich hin gesammelt habe, gibt’s jetzt gleichmal was auf die Augen.

Was es nicht alles elektrisch gibt…
Ich_suche_elektrogerte

Oder meinen die Séance-Fiction, bei der man mit dem Jenseits redet…
Sience_fiction_-_barbarella

Das B sieht aus, als hätte da sogar zuer „Pologneise“ gestanden. Dann frohen Wendehals…
Spaghetti_bologneise

OK, in Togo gibt’s also auch Kaffee…
Alle_kaffee_auch_to_go

Gut, wäre bei ner Sparkasse auch blöd…
Bitte_kein_bargeld_einwerfen

Böser Spruch, böser Fehler…
Fick_deinen_mami
Im Leben

DAS Blog

Posted by Tapio on

Schon sonderbar, die Diskussion ist so alt wie Blogs, nein noch älter. So alt wie die deutsche Grammatik vermutlich.

Aber die Gründe, warum „Blog“ ein Neutrum ist, sind doch augenfällig:

1. Ursprünglich heißt es ja lang „weblog“ – engl. web, deutsch: Netz, DAS
2. engl. log, kurz für logbook, deutsch: Logbuch, DAS; Protokoll, DAS; Tagebuch, DAS

Den englischen Kurzbegriff ins Deutsche zu übernehmen ist ja vollkommen in Ordnung, nur dann bitteschön mit dem passenden Artikel, den man hervorragend aus den deutschen Entsprechungen der Wortbestandteile ableiten kann.

Deshalb kann ich Martins „Bonusprognose“ nicht gutheißen, selbst wenn sie ironisch gemeint war.